Chronik des Weseler Boxclubs 1922 e.V.

1922

Der Weseler Boxclub 1922 e.V. (WBC) wurde am 16. Januar 1922 von dem späteren Deutschen Meister im Halbschwergewicht, Paul Naujok, im Saale Drießen auf dem Fusternberg gegründet.

 

Nach erfolgter Gründung wurde der Verein Mitglied des „Deutschen Athletik Sport Verbandes (DASV)“.

Paul Naujok
Paul Naujok

1923 – 1937

Schon 1924 nahm der Verein zum ersten Mal an den Meisterschaftskämpfen teil und konnte bereits im Jahre 1925 die „Mannschafts-Meisterschaft des Niederrhein-Gaues“ erringen. Diesen Titel konnte der Verein 1926 erfolgreich verteidigen.

 

Ebenfalls im Jahre 1925 wird der Gründer, Vorsitzende und Trainer Paul Naujok in Berlin Deutscher Meister im Halbschwergewicht.

 

Das Jahr 1928 brachte große Erfolge:

Von 14 bestrittenen Mannschaftskämpfen gewann der WBC 13, während einer unentschieden endete.

 

Die Entwicklung der Verhältnisse im westdeutschen Boxsport veranlasste den Verein im Jahre 1929 seinen Austritt aus dem „DASV“ zu erklären und am 01. Oktober 1929 zum „Reichsverband für Amateur-Boxen (DRfAB)“ überzutreten.

 

Die Erfolge des WBC bei den Meisterschaftskämpfen und vor allem auch die innerhalb des Niederrhein-Gaues geleistete Werbearbeit in Form von Veranstaltungen in Büderich, Rees, Isselburg, Friedrichsfeld, Geldern, Xanten, …. fanden eine hohe Beachtung und schon 1925 erhielt der Verein zum ersten Mal die Verbands-Ehrengabe „Für Verdienste um die Förderung des Boxsports“ – die höchste Auszeichnung, die damals im Boxsport zu vergeben war, und die dem Weseler Boxclub für verdienstvolle Förderung des Boxsports noch zweimal verliehen wurde.

 

Im Jahre 1929 wird Heinrich Nabbefeld in Aachen Deutscher Meister im Fliegengewicht und Werner Leimann wird 3. Deutscher Meister im Mittelgewicht.

 

In den Jahren 1930 bis 1932 wurden 36 Klubkämpfe gegen andere Vereine durchgeführt. Alle diese Vergleichskämpfe konnten gewonnen werden.

1946

die Militärregierung ließ das bestehen nur eines Vereins in Wesel zu. So schlossen sich die Weseler Sportler zur „Weseler Sportvereinigung“ zusammen. Am 05. Mai 1946 gründeten die Boxer innerhalb dieser Sportvereinigung eine Boxabteilung.

 

Den Vorsitz übernahm Hans Irsch. Als Trainer fungierte Gustav Scholten.

1947 – 1950

Im Jahr 1947 führte die Boxabteilung 8 Vergleichskämpfe durch und gewann 5.

 

Erfolgreichster Athlet des Jahres 1948 bei den Jugendlichen war der unvergessene Fredo Rauch.
Erfolgreichster Athlet des Jahres 1948 bei den Jugendlichen war der unvergessene Fredo Rauch.

1948

Seit Januar 1948 ist der Weseler Boxclub 1922 e.V. wieder ein selbständiger Verein unter seinem alten Namen.

 

Heinrich Rauchel übernimmt den Vorsitz.

 

Es wurden 19 Kampfveranstaltungen durchgeführt, davon 11 gewonnen und 3 endeten unentschieden.

Im Jahr 1949 wurden insgesamt 29 Klubkämpfe veranstaltet, wobei es insgesamt zu 192 Einzelkämpfen kam. Hiervon wurden 96 Kämpfe gewonnen, 40 endeten unentschieden und 56 Kämpfe gingen verloren.

Der Ringfuchs Gustav Scholten vom WBC war Sieger mancher Auseinandersetzung im Boxring. Ihm gehörte die Gunst der Boxsportanhänger.
Der Ringfuchs Gustav Scholten vom WBC war Sieger mancher Auseinandersetzung im Boxring. Ihm gehörte die Gunst der Boxsportanhänger.
Originaldokument aus dem Jahre 1949
Originaldokument aus dem Jahre 1949

Im Jahr 1949 wurden insgesamt 29 Klubkämpfe veranstaltet, wobei es insgesamt zu 192 Einzelkämpfen kam. Hiervon wurden 96 Kämpfe gewonnen, 40 endeten unentschieden und 56 Kämpfe gingen verloren.

Untere Reihe v.l.n.r.: Voss, Müller, Trepper, Sadlowski, Drafz, Jung Hintere Reihe v.l.n.r.: Höpken, Krissel, Wrobel, Stratmann, Stolzenburg
Untere Reihe v.l.n.r.: Voss, Müller, Trepper, Sadlowski, Drafz, Jung Hintere Reihe v.l.n.r.: Höpken, Krissel, Wrobel, Stratmann, Stolzenburg

1954-1955

Die Weseler Jugendstaffel aus dem Jahr 1954

1956

Der Weseler Boxclub richtet in der Niederrheinhalle (Schützengarten) zu Wesel die Deutschen Boxmeisterschaften der Junioren aus.

 

 

1957

Wolfgang Tepper wird 2. Deutscher Juniorenmeister im Bantamgewicht.

Wolfgang Schmellenkamp wird in der Eissporthalle in Düsseldorf Niederrheinmeister.

 

1958

Wolfgang Tepper wird in Arnsberg Deutscher Juniorenmeister im Leichtgewicht.

Wolfgang Schmellenkamp wird in Dortmund 3. bei den Deutschen Meisterschaften.

Wolfgang Schmellenkamp nimmt die Gratulation von Kampfrichterobmann Franz Rößmann entgegen.
Wolfgang Schmellenkamp nimmt die Gratulation von Kampfrichterobmann Franz Rößmann entgegen.

1959

Wolfgang Schmellenkamp wird in München 3. bei den Deutschen Meisterschaften.

Er wird in die Staffel des Deutschen Amateur Box-Verbandes aufgenommen und nimmt an folgenden Länderkämpfen teil:

 

28.02.1959 in Oldenburg gegen Irland

03.04.1959 in Basel gegen die Schweiz

17.04.1959 in Berlin gegen Frankreich

14.12.1959 in Frankfurt gegen die UdSSR

 

Wolfgang Schmellenkamp gewann sämtliche Kämpfe und besiegte im Länderkampf gegen die UdSSR den späteren Weltmeister und Olympia-Sieger Grigorjew.

1960

Wolfgang Tepper wird in Köln Deutscher Meister im Leichtgewicht.

Bei der gleichen Veranstaltung wird Wolfgang Schmellenkamp im Bantamgewicht 3. Deutscher Meister.

Wolfgang Tepper mit Meisterschärpe
Wolfgang Tepper mit Meisterschärpe

1961

Wolfgang Tepper wird in Berlin 3. der Deutschen Meisterschaften im Halbweltergewicht. In der Vorschlussrunde musste er eine sehr umstrittene Punktniederlage gegen den Dortmunder Werner Mundt hinnehme. Er bestritt in diesem Jahr seinen 150. Kampf

1962

Wolfgang Schmellenkamp wird in Iserlohn 2. Deutscher Meister im Federgewicht.

Vater Schmellenkamp, langjähriger Geschäftsführer den Vereins, wartet angespannt in der Kabine.
Vater Schmellenkamp, langjähriger Geschäftsführer den Vereins, wartet angespannt in der Kabine.

1963

Am 21. Juni richtet der WBC in der Niederrheinhalle den Länderkampf Deutschland gegen Holland aus. Die deutsche Mannschaft gewinnt mit 16:4 Punkten.

Krissel, Höpken, Schulz, Mühle, Kramer, Schmellenkamp, Müller, Hassmann, Drafz, Gramm
Krissel, Höpken, Schulz, Mühle, Kramer, Schmellenkamp, Müller, Hassmann, Drafz, Gramm

Egon Ramms (Mitglied des deutschen Bundestages) wird Vorsitzender des Vereins.

 

Es findet ein gemeinsamer Ausflug an die Mosel statt.

1964

Hans-Jürgen Krissel wird in Bad Mingolsheim 2. Deutscher Junioren-Meister im Mittelgewicht. Mit einer Auswahlmannschaft des Niederrheinischen Amateur-Box-Verbandes fuhren die Weseler Boxer Egon Schulz, Wolfgang Tepper, Wolfgang Schmellenkamp und Horst Höpken zur bulgarischen Nationalmannschaft an die Schwarzmeerküste zu einem Vergleichskampf. Delegationsleiter war Sportwart Ernst Petrat.

v.l.n.r.: Tepper, Lagarden, Schmellenkamp, Petrat, Schulz, Höpken.
v.l.n.r.: Tepper, Lagarden, Schmellenkamp, Petrat, Schulz, Höpken.

Anschließend ergab sich noch die Möglichkeit der Erholung am bulgarischen Badestrand.

Egon Schulz absolviert seinen 50. Kampf. Die Ehrung erfolgt durch unsere Ringarzt Dr. Fritz Kramer.

1965

Hans-Jürgen Krissel wird in Aalen Deutscher Juniorenmeister im Halbschwergewicht. In der gleichen Veranstaltung wurde Roland Feuchthofen 2. Deutscher Juniorenmeister im Federgewicht.

 

In diesem Jahr betrauert der WBC und mit ihm der Boxsport den Tod des Sportkameraden Alex Mau.

 

Alex Mau war bis 1961 Geschäftsführer des Vereins. Er hielt dieses Amt 25 Jahre inne.

v.l.n.r.: Wolsing, Müller, Schmellenkamp, Gilbert, Stratmann, Tepper, Abelsmann, Stolzenburg, Drafz.
v.l.n.r.: Wolsing, Müller, Schmellenkamp, Gilbert, Stratmann, Tepper, Abelsmann, Stolzenburg, Drafz.

1966

Otmar Ragert wird in Hockenheim 3. Deutscher Meister im Halbschwergewicht.

 

Am 07. November 1966 kam es zu einem internationalen Vergleichskampf in der Niederrheinhalle gegen Barcelona.

 

Sie waren 1966 „die Stützen“ des Weseler Boxclubs. Eine Mannschaft an Selbstbewusstsein und Können:

Klaus Grabowski (rechts) der zweite Deutsche Meister der Junioren im Kampf gegen Wagner, den er siegreich gestalten konnte.
Klaus Grabowski (rechts) der zweite Deutsche Meister der Junioren im Kampf gegen Wagner, den er siegreich gestalten konnte.

1967

Klaus Grabowski wird in Wilhelmshaven 2. Deutscher Juniorenmeister im Halbweltergewicht.

Karl-Heinz Hasmann wird 3. Deutscher Junioren-Meister im Federgewicht

 

 


Am 09. November 1967 richtet der Weseler Boxclub 1922 e.V. in der Niederrheinhalle Wesel einen Länderkampf Deutschland – Rumänien aus.

 

Die Schirmherrschaft übernimmt der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen Willy Weyer. Hier im Bild am Ring mit dem Vorsitzenden des Vereins und Mitglied des Bundestages Egon Ramms:

 

Training beim Weseler Boxclub in der Turnhalle an der Neustraße.
Training beim Weseler Boxclub in der Turnhalle an der Neustraße.

Die drei diesjährigen Junioren-Bezirksmeister und Teilnehmer an der Endrunde der Landesmeisterschaft: v. l. Klaus Grabowski, Wolfgang Lingk, Karl-Heinz Hasmann

 

1968
Karl-Heinz Hasmann wird in Emmendingen Deutscher Juniorenmeister im Leichtgewicht.

 

1969

Wolfgang Heyden holt sich in Dinslaken den 3. Platz bei der Deutschen Junioren-Meisterschaft im Halbweltergewicht.

 


1970
Jürgen Ragert wird in Marl 3. bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften im Halbschwergewicht.

 

Bei einem Box-Vergleichskampf am 26.05.1971 gewann eine verstärkte Weseler Staffel gegen eine Auswahl der Royal Air Force mit 14:4.

 

NRZ vom 27.05.1971: „Heyden zeigte durch seinen Abbruchsieg in der ersten Runde über Jones, dass er auf dem besten Weg zu einem Klasseboxer ist.“

 

Die Weseler Mannschaft im Ring der Niederrheinhall.
Die Weseler Mannschaft im Ring der Niederrheinhall.
So sah die Niederheinhalle aus, wenn der WBC eine seiner Box-Großveranstaltungen austrug.
So sah die Niederheinhalle aus, wenn der WBC eine seiner Box-Großveranstaltungen austrug.

1971

So sah die Niederrheinhalle aus, wenn der Weseler Boxclub eine seiner Box-Großveranstaltungen austrug:

 

In diesem Jahr pflegte der WBC wieder eine alte Sportfreundschaft und machte sich auf den Weg nach England / Cambridge. Bei einer echt englischen Dinner-Box-Veranstaltung erreichte die Weseler Mannschaft ein 8:8 Unentschieden.

Vorstand v.l.n.r.: Fritz Kurek, Horst Höppken, Walter Schmellenkamp, Ernst Petrat (stehend), Egon Ramms, Dr. Heiner Burk, Karl Oimann, Gerd Abelsmann, Erwin Haferkamp, Ewald Ewig
Vorstand v.l.n.r.: Fritz Kurek, Horst Höppken, Walter Schmellenkamp, Ernst Petrat (stehend), Egon Ramms, Dr. Heiner Burk, Karl Oimann, Gerd Abelsmann, Erwin Haferkamp, Ewald Ewig

1972

50 Jahre Weseler Boxclub

 

Der Vorstand des Weseler Boxclubs:

organisierte aus diesem Anlass eine Box-Großveranstaltung gegen eine Staffel aus England / Cambridge.

 

 

 

Die NRZ titelte am 09. Dezember 1972: „Mehr als 3.000 Boxfans schufen eine echte Länderkampf-Atmosphäre.“

 

 

Auch hier wieder Prominente am Ring:

Wesels erster Beigeordneter Hüls, Bürgermeister Detert, NRW-Innenminister Weyer und WBC-Gründer Paul Naujok.

1973

Karl-Heinz Hasmann wird in Köln 3. bei den Deutschen Meisterschaften im Leichtgewicht. Ewald Ewig wird 3. bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Villingen.

 Wolfgang Seidscheck wird 3. Deutscher Jugendmeister im Fliegengewicht.

Die Jugend- und Schülerstaffel des WBC:

1974

Am 23. Oktober richtet der WBC gemeinsam mit dem holländischen Box-Verband das Semi-Finale des Box-Turniers der Nationen aus. Insgesamt 22 Länder haben an diesem Turnier teilgenommen und ihre Boxer ins Rennen geschickt.

 

Im November ging es dann – mal wieder traditionell – nach England. Diesmal war das Ziel London:

 

Wolfgang Seidscheck wird 2. Deutscher Jugendmeister im Bantamgewicht 

1975

 

Im Finale des Titels um den Niederrheinmeister boxte Wolfgang Heyden in der Düsseldorfer Phillipshalle gegen den 3-fachen Militär-Weltmeister Reinhard Skriczek. Leider unterlag Wolfgang Heyden.

 

Auch in diesem Jahr ging es nach England zu einem Vergleichskampf. Ziel war diesmal Manchester.

 

Bei diesem Besuch gab es eine Einladung der ersten Dame der Stadt: „The Lord Mayor of Manchester“ Kathleen Ollerenshaw.

Hier zeigt sie dem Weseler Schüler Polat Aydin ihre Amtskette
Hier zeigt sie dem Weseler Schüler Polat Aydin ihre Amtskette

 

1976

Der Gründer des WBC Paul Naujok wird 80 Jahre.

 

Karl-Heinz Hasmann übernimmt das Training der Senioren.

 

Horst Höpken und Wolfgang Schmellenkamp trainieren die Jugend.

 

1977

Der damalige Bürgermeister von Wesel, Wilhelm Schneider, löst Egon Ramms als 1. Vorsitzenden ab.

 

Am 01.12.1977 wurde ein Vergleichskampf gegen Barcelona in der Niederrheinhalle ausgetragen.

Auf der jährlichen Weihnachtsfeier werden die Ehrungen vorgenommen:   Wilhelm Schneider ehrt Öner Aydin mit dem Wanderpokal des besten Aktiven.
Auf der jährlichen Weihnachtsfeier werden die Ehrungen vorgenommen: Wilhelm Schneider ehrt Öner Aydin mit dem Wanderpokal des besten Aktiven.

1978

Am 08. Dezember wurde in der Niederrheinhalle ein Vergleichskampf gegen den Boxring Köln ausgetragen. Hauptattraktion war ein Kampf zwischen René Weller und Werner Schäfer.

Ernst Petrat wird 50!
Ernst Petrat wird 50!
Das Bild zeigt die französische Staffel bei der Ankunft in Wesel.
Das Bild zeigt die französische Staffel bei der Ankunft in Wesel.

1979

Der Gründer des Weseler Boxclubs Paul Naujok verstirbt.

 

In diesem Jahr wurde ein Vergleichskampf gegen eine französische Boxstaffel in der Niederrheinhalle ausgerichtet. Der WBC siegte am 21.04.1979 mit 10:8.

1980
Der Weseler Boxclub ist Ausrichter der Endrunde der Niederrheinmeisterschaft in der Niederrheinhalle in Wesel.

 

Öner Aydin vom WBC unterlag dem siebenfachen Deutschen Meister und Olympiateilnehmer Werner Schäfer. Am 27. Dezember fand ein Vergleichskampf einer verstärkten Weseler Mannschaft gegen eine Stadtauswahl aus Hamburg statt. Die Weseler konnten den Vergleichskampf mit 12:8 für sich entscheiden.

 

1981

Erfolgreichster Boxer des Vereins war in diesem Jahr Harry Stratmann.

 

Am 28.12.1981 fand in der Niederrheinhalle ein Clubkampf des (verstärkten) WBC gegen eine Auswahl Usbekistan statt. Die Sowjet-Boxer dominierten das Geschehen und gewannen klar.

1982

60 Jahre Weseler Boxclub

 

Die Mannschaft zum 60jährigen:

 

Hintere Reihe v.l.n.r.: trainer Tepper, Oimann, Reddmann, Stratmann I, Dasdan, Demir I, Aydin, Stratmann II, Jander, Trainer Schmellenkamp, Vordere Reihe: MarI, Mar II, Demir II
Hintere Reihe v.l.n.r.: trainer Tepper, Oimann, Reddmann, Stratmann I, Dasdan, Demir I, Aydin, Stratmann II, Jander, Trainer Schmellenkamp, Vordere Reihe: MarI, Mar II, Demir II

Das Zeichen des Jubiläums: Ein gusseiserner Teller. Dieser Teller wurde an verdiente Mitglieder des Vereins verschenkt:

Und noch eine Besonderheit:

In diesem Jahr wurde der „fahrende Boxring“ fertig gestellt. Mit einem hohen Maß an Eigenarbeit wurde ein Anhängerwagen erstellt, mit dem es möglich war, zu den Boxfans ins Umland zu fahren und den Boxring zu transportieren. Somit konnte man auch wieder zu den Fans fahren und Veranstaltungen außerhalb der Stadt Wesel durchführen.

Im Juni 1982 richtet der WBC die Deutschen Meisterschaften der Junioren aus. Mit Weseler Beteiligung: Martin Jander und Harry Stratmann nahmen teil:

Martin Jander mit Trainer Wolfgang Schmellenkamp.
Martin Jander mit Trainer Wolfgang Schmellenkamp.
Harry Stratmann im Kampf gegen Freddy Tencer.
Harry Stratmann im Kampf gegen Freddy Tencer.

Martin Jander wurde Deutscher Vizemeister und Harry Stratmann wurde 3. Deutscher Meister

1983

Martin Jander wurde 3. Deutscher Junioren-Meister im Fliegengewicht, boxte am 04. März in Bergkamen und am 06. März in Dortmund in der Deutschen Junioren-Nationalstaffel gegen die Tschechoslowakei. Er boxte erstmals im Bantamgewicht. Leider verlor er beide Kämpfe nach Punkten.

 

Bei einem Boxturnier in Dänemark kämpfte er in der Staffel des westdeutschen Amateurboxverbandes und unterlag im Endkampf gegen den besten Boxer des gesamten Turniers.

 

Es wurden sechs Vergleichskämpfe ausgetragen, von denen vier gewonnen wurden, einer endete unentschieden und einer ging verloren.

 

 

1984

Am 28. Dezember richtete der Weseler Boxclub einen Vergleichskampf zwischen einer Auswahl von Boxern des Niederrheinischen-Amateur-Boxverbandes gegen eine Auswahl aus Holland aus.

1985

Zwei Vergleichskämpfe wurden 1985 ausgetragen: Am 15. Oktober in Garath gegen den Sportring Garath, der mit 8:10 verloren ging und am 27. Dezember in Wesel gegen eine Auswahl aus Cambridge (England). Diesen Vergleichskampf gewann der WBC mit 16:6.

1986

In diesem Jahr wurden insgesamt neun Vergleichskämpfe ausgetragen. 21 Boxer des Vereins kamen zum Einsatz und bei den Meisterschaften konnten acht Titel errungen werden.

 

Ayhan Korkmaz wurde Niederrheinmeister im Senioren-Halbmittelgewicht.

 

Ayhan Korkmaz wurde in diesem Jahr an den Box-Bundesligisten Ringfrei Mülheim ausgeliehen.

 

Wieder einmal ging es in diesem Jahr nach England. Mit nur knapp 10:12 Punkten verlor die verstärkte Weseler Staffel gegen Cambridge.

Bei einer Boxveranstaltung in Hamminkeln konnte Peter Müller „dä Aap“ als Gast begrüßt werden. Der fünfmalige Deutsche Profi-Meister, der wegen seiner gebückten Kampfhaltung und seines Frohsinns dä Aap genannt wurde, erzählte im Ring aus seinem spektakulären Boxleben. Berühmt wurde er unter anderem, als er Ringrichter Max Pippow aus Berling während eines Kampfes ausknockte.

1987
Es wurden vier Vergleichskämpfe ausgetragen, von denen drei gewonnen wurden und einer verloren ging.

 

Am 18. November war der WBC auch Ausrichter eines Vergleichskampfes zwischen dem Niederrheinischen Amateur-Box-Verband und einer algerischen Staffel. Der NABV siegte mit 15:5.

 

 

1988

In diesem Jahr richtete der WBC einen Junioren-Länderkampf zwischen England und Deutschland aus. Austragungsort war, wie so oft, die Weseler Niederrheinhalle.

 

Die Deutsche Mannschaft siegte knapp mit 12:10.

 

Bei den Meisterschaften konnten fünf Titel errungen werden.

 

Zum Ende des Jahres stellte Wolfgang Tepper seine Trainertätigkeit ein.

1989

 Am 29. Dezember war der WBC wiederum Ausrichter eines Box-Leckerbissens. Diesmal ging es in der Niederrheinhalle gegen eine Auswahl aus Moskau. Die Weseler Staffel, die sich aus Boxern des Niederrheins und sogar aus Holland zusammensetzte, verlor diesen Vergleichskampf mit 5:9 Punkten.

 

 

1990

Sportlicher Höhepunkt dieses Jahres war der Ländervergleichskampf zwischen dem Niederrhein und Sachsen/Anhalt am 02. November in der Niederrheinhalle.

 

Die Staffel des Niederrheins konnte einen 9:5 Sieg für sich erringen.

1991 – 1992

Wechsel an der Vorstands-Spitze im Jahr 1992:

Nach 15jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender übergab – im Alter von 66 Jahren – der ehemalige Bürgermeister der Stadt Wesel, Wilhelm Schneider, sein Amt an den früheren aktiven Boxer Wolfgang Heyden.

 

 

1993

Äußerst erfolgreich stellte sich in diesem Jahr die Meisterschaftsteilnahme dar. Insgesamt errangen die Aktiven acht Meistertitel. Siegfried Lach wurde Bezirks-, Niederrhein- und westdeutscher Meister im Junioren Schwergewicht. Er nahm an den Deutschen Meisterschaften teil und besuchte Lehrgänge in Kaiserau, Duisburg und Frankfurt/Oder.

 

Anfang des Jahres verstarb der 1. Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Vereins, Egon Ramms. Als Mitglied des Bundestages fand er immer noch die Zeit, sich um die Belange des Vereins zu kümmern.

 

 

1994

Erfolgreichster Boxer des Vereins war Yücel Samiloglu. Er errang die Titel des Bezirks-, Niederrheins- und westdeutschen Meisters im Jugend Leichtgewicht.


Im Alter von 85 Jahren trat der langjährige Geschäftsführer Walter Schmellenkamp von seinem Amt zurück.

 

1995

Auch außerhalb des Boxrings zeigten sich unsere Athleten sehr sportlich. Bei einem Staffellauf „Rund um Wesel“ belegte die Staffel des WBC den 2. Platz.

 

 

1996

Es konnten insgesamt 9 Titel bei den Meisterschaften errungen werden.

 

Abbas Chamaz:        2. Bezirks- und 2. Niederrheinmeister im Jugend-Papiergewicht

Mehmet Yesil:          Niederrheinmeister im Jugend-Bantamgewicht

Dominik Hardt:         Bezirks-, Niederrhein- und westdeutscher Meister im

                                   Jugend- Fliegengewicht

Yenal Aydin:              Niederrheinmeister im Junioren-Leichtgewicht

Jens Schulz:            Bezirks- und Niederrheinmeister im Junioren-Weltergewicht

 

Die Weseler Staffel bei einem Vergleichskampf:

Grewer, Hardt, Aydin, Schulz, Sagol, Fuchs, Jahn, Lopez, Szedzislorz
Grewer, Hardt, Aydin, Schulz, Sagol, Fuchs, Jahn, Lopez, Szedzislorz